2017

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17. Februar 2017

Den Lese-Reigen eröffnete für uns der Wolfsburger Wulf Winter, mit seiner literarischen Reise durch die Sahara. Wulf begleitete mehrfach den Sportler Joachim Franzen und hielt seine Eindrücke schriftlich fest. Seine bisher unveröffentlichten  Tagebucheinträge fanden schnell das Interesse der Zuhörer. Das Publikum bat um Verlängerung und konnte gespannt den Worten und Dia-Bildern einer abenteuerlichen Tour von Paris nach Dakar folgen.

Der Abend wurde von der jungen Wolfsburger Band „Rosa“ mit ansprechendem Soul-Klängen untermalt. Seit zwei Jahren machen sie gemeinsam Musik, treten auf Festivals in großer Formation mit unter anderem Trompeten, Schlagzeugen und Bassisten auf, und werden im Sommer 2017 ihr Debut-Album feiern, welches zur Zeit in den Räumen des Hallenbads aufgenommen wird.

 

F3Bach, die blauhaarige Autorin aus Kiel, bot eine emotionale Achterbahnfahrt von witzigen Passagen und bitterer Selbsterkenntnis vermutlich aus Sicht eines männlichen Alkoholikers, eines Spießers und einer giftgasschnüffelnden Person. Sie las aus einem noch unveröffentlichten Buch, das von hinten nach vorne gelesen werden muss, um den Zusammenhang der Texte zu verstehen. So ging es in einer weiteren Geschichte um die sorgenvollen Gedanken um einen Clown, der im Regen und Sturm im Vorgarten eines  Protagonisten auf einer Bank stur verweilt. Die Autorin ergänzte im Anschluss im Gespräch mit Christoph Peter Ehrlich, dass sie ihr Werk erst in den letzten Tagen fertiggestellt hatte und nun nach dem positiven Zuhörerfeedback einen Verlag zur Veröffentlichung suchen möchte.

Der bekannte Braunschweiger Autor und Schauspieler Heinz-Dieter Vonau riss das begeisterte Publikum mit drei ausgewählten Kurzgeschichten aus seinem neuen Buch „Osterhasen küsst man nicht“ mit. Als philosophischer Wortakrobat schaffte es Vonau gekonnt mit seiner Stimme den Text lebhaft vorzuspielen. Unzählige Lacher begleiteten seine Sätze schon zu Beginn, als er über das Abstrakte im Alltag und einem Osterhasen auf dem Fensterbrett vorlas. Die Vielfalt der Schatten von Grau erzählte von einem Versuch eines gealterten Herren, mit einer jungen Frau in einem Polo Sex zu haben, um am Leben wieder teilzuhaben. Nur für den Fall: In der Nähe eines Friedhofs. Hier verlangte das Publikum nach mehr. Gerne kam Vonau dem Wunsch nach und überzog knapp seine Lesezeit.

 

 


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